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Stammzellentherapie/Eigenfettbehandlung

Während die Behandlung von Knorpelschäden und Arthrose (Gelenkverschleiß) bislang nur symptomatisch möglich war – z.B. mittels Medikamenten, Gelenkeinspritzung mit Hyaluronsäure, operativen Eingriffen bis hin zum Gelenkersatz – eröffnet sich aktuell eine sehr hoffnungsvolle neue Möglichkeit in Gestalt der Stammzellentherapie.

Bislang war diese im Gegensatz zum Ausland in Deutschland rechtlich nicht zugelassen. Die Firma Arthrex hat kürzlich als erste eine Zulassung erlangt für die sogenannte Eigenfettbehandlung bei der Kniegelenksarthrose.

Es ist jetzt rechtlich zulässig, aus Unterhautfettgewebe des Bauches oder am Oberschenkel unter örtlicher Betäubung  mit einer Spritze entnommene Fettgewebszellen und hieraus durch u.a. Zentrifugation konzentrierten undifferenzierten sogenannten mesenchymalen (bindegewebigen) Stammzellen in den Fettgewebskörper (Hoffa'schen Fettkörper des Kniegelenks) zu implantieren, d.h. einzuspritzen (die rechtliche Möglichkeit besteht nur dahingehend, Stammzellen aus dem gleichen Gewebe (hier Fettgewebe) in ein gleichartiges Gewebe zu verpflanzen). Aus dem genannten Fettkörper können die undifferenzierten Stammzellen in das Kniegelenk gelangen.

Diese Zellen differenzieren sich unter Einfluss des örtlichen Milieus über Botenstoffe und so weiter dann zu Zellen, die vor Ort gebraucht werden, also im Falle des Kniegelenks zu Knorpelzellen.

Es liegen mehrere experimentelle Studien vor, nach denen sich dem ursprünglichen Gelenkknorpel zumindest sehr ähnliche Knorpelzellen bilden, so etwa wie bei einer (operativen) Knorpelzelltransplantation.
Somit besteht erstmals die Möglichkeit, Knorpelschäden und Arthrose (Gelenkverschleiß, deren primäre Schädigung in dem Verschleiß und der Reduktion (Schwinden) des Gelenkknorpels besteht), kurativ (heilend) bzw. regenerativ anzugehen, während bislang eine echte Regeneration des Gelenkknorpels international konsentiert als unmöglich galt.

Auch gibt es klinische Studien am Menschen, wonach nach ca. ½ Jahr nach der Stammzellenbehandlung eine Besserung der Beschwerden und der Befunde eintrat.

Folgende Aussagen zur perspektivischen Einschätzung der Methode zeigen, welches revolutionäre Potenzial dahintersteht:

Perspektive SCT

Bei der ACT (autologen Chondrozytentransplantation, also operativen Verpflanzung eigener Knorpelzellen, die zuvor im Labor vermehrt werden) handelt es sich um den Goldstandard der operativen Knorpelreparatur; diese Maßnahme verläuft „zweizeitig“, d.h. in 2 Operationssitzungen: In der ersten Sitzung wird Knorpelgewebe aus einer relativ wenig bedeutenden Region gewonnen und dann im Labor vermehrt; in der zweiten Operationssitzung muss innerhalb eines gewissen Zeitfensters die Implantation der Knorpelzellen erfolgen.

Die Stammzellentherapie wird dagegen nur einmal („einzeitig“) durchgeführt.

Die zweite Aussage, wonach wahrscheinlich auch allogene (Anmerkung: Nicht vom Patienten stammende) Stammzellen zum Einsatz kommen könnten, lasse ich bislang unberührt.

Im Rahmen meiner intensiven gutachterlichen Tätigkeit habe ich Stammzellentherapie in Gestalt der Eigenfettbehandlung nach eingehender Literaturrecherche gegenüber 2 privaten deutschen Krankenversicherungen bislang mehrmals als medizinisch notwendig befürwortet. Bislang setzen nur wenige Ärzte in Deutschland – im Gegensatz zum Ausland, insbesondere außerhalb der EU – diese Behandlungsmethode ein, darunter auch Klinikprofessoren, z.B. bei der Behandlung von Hüftkopfnekrosen, und auch berufsgenossenschaftliche Kliniken, sogar bei Arthrosen anderer Gelenke.

Was bei den Begutachtungen auffällig war, ist die Abrechnung: Die begutachteten Kollegen rechnen eine Operationsziffer analog für die Einspritzung ab, was natürlich nicht adäquat ist. Ich rechne für die Einspritzung der Stammzellen lediglich eine Einspritzung ab und verhalte mich somit gebührenordnungskonform (und somit erheblich preisgünstiger).

Hinsichtlich der Studienlage ist zu bemerken, dass noch kein vollständiger evidenzbasierter Nachweis der Wirkung erbracht ist, die bisherigen Studienergebnisse jedoch äußerst hoffnungsvoll stimmen, sodass hier eine riesige Chance zur Regeneration besteht.

Die Abwägung zwischen Nutzen und Risiko fällt sehr günstig aus.

Im Falle von Problemen hinsichtlich der Kostenübernahme durch Ihre Krankenversicherung kann ich Ihnen aufgrund meiner intensiven gutachterlichen Erfahrung und Kenntnis der aktuellen Rechtsprechung des Senats und des Bundesgerichtshofs Beistand durch entsprechende Stellungnahmen zusichern. Neue Verfahren werden oft von den Kostenträgern zunächst blockiert, wobei dies oft mit dem Argument des nicht vollständigen wissenschaftlichen Wirkungsnachweises begründet wird, was jedoch angesichts des BGH-Urteils (Mitte der 90er Jahre) zur sogenannten Wissenschaftlichkeitsklausel definitiv untersagt wurde.

Prinzipiell wird die Kombination mit Wachstumsfaktoren aus Plättchenreichem Plasma (PRP) empfohlen – meinerseits wird diesbezüglich konkret die Variante ACP (autologes conditioniertes Plasma) verwendet, wozu auch Studien existieren. Die Kombination ist plausibel; insbesondere wird auch nach operativer Knorpelzelltransplantation häufig ACP-Behandlung zur Optimierung des Ergebnisses seitens der Operateure empfohlen und angewendet, um durch diese Wachstumsfaktoren die Proliferation (Vermehrung der Knorpelzellen durch Zellteilung) zu fördern.

Bezüglich der fettbasierten bindegewebigen Stammzellen finden die von der Fa. Arthrex unterstützten ACA-Verfahren (Autologous Conditioned Adipose Tissue) und ACPSVF (ACP (autologes conditioniertes Plasma) in Verbindung mit Gewinnung der stroma-vaskulären Fraktion (SVF) (bindegewebigen gefäßführenden Fraktion (Anmerkung: Die die mesenchymalen Stammzellen trägt)) Anwendung.

Link zu den Seiten der Firma Arthrex unterstützten Verfahren:

https://m.arthrex.com/de/weiterfuehrende-informationen/videos/7pOMCgLniEWk0gFdx0X0Fg/arthrex-aca-technique

Um die rechtlichen Rahmenbedingungen einzuhalten, werde ich diese innovative Behandlungsmethode zunächst nur am Kniegelenk anwenden.

Bei Interesse vereinbaren Sie bitte einen Termin, um die Eignung Ihres Problemes für die neue Methode zu prüfen und zu besprechen sowie sonstige Fragen klären zu können.


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